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Fortbildungsmodul:
"Verdacht auf Lungenembolie - Wie viel Diagnostik braucht der Patient?"

Lungenembolien sind häufig - die Inzidenz liegt bei 1-2/1000 Einwohnern. Sie kommen bei ein bis zwei Prozent aller Patienten vor, die im Krankenhaus behandelt werden. Studien zufolge bekommt jeder zweite Patient mit einer Thrombose auch eine Lungenembolie. Als Folge von tiefen Beinvenenthrombosen erleiden etwa 120.000-150.000 Menschen im Jahr in Deutschland eine Lungenembolie. Acht Prozent aller Lungenembolien enden tödlich, in 60 % aller Fälle versterben die Betroffenen in den ersten 30 Minuten nach dem Ereignis. Etwa 10.000-20.000 Bundesbürger sterben jährlich an den Folgen einer Lungenembolie. In Statistiken, die auf der Grundlage von Sektionen erstellt wurden, liegt die Häufigkeit von Lungenembolien als Todesursache bei 2,5 - 5 %. Die Lungenembolie stellt, nach dem Herzinfarkt und dem Schlaganfall, die dritthäufigste Ursache von Todesfällen bei Patienten im Krankenhaus dar.
Es gibt bestimmte Risikopatienten, die zu Thrombosen und damit zu Lungenembolien neigen. Dazu gehören zum Beispiel Menschen mit angeborenen Störungen des Blutgerinnungssystems, mit Krebserkrankungen, bettlägerige und inaktive Personen (z. B. bei Flugreisen) sowie Frischoperierte. Übergewicht und Schwangerschaft erhöhen das Risiko. Auch bestimmte Medikamente (u. a. "die Pille"!) erhöhen das Risiko für eine Lungenembolie vor allem in Kombination mit Rauchen.
Auszug aus den Leitlinien:

  • Jeder klinische Verdacht auf eine Lungenembolie muss umgehend soweit abgeklärt werden, dass eine therapeutische Entscheidung und eine frühzeitiger Prognoseabschätzung erfolgen kann.
  • Anamnese / körperliche Untersuchung allein sind nicht ausreichend

Aus den Inhalten des FORUM LUNGE Fortbildungsmoduls "Verdacht auf Lungenembolie":

  • Ausschluss einer Lungenembolie: Ein Problem in der Praxis?
  • Sind die Untersuchungsbefunde bei Verdacht auf Lungenembolie verlässlich?
  • Altersunterschiede
  • Lungenembolie und Synkope
  • Leitlinien
  • Abklärung der Wahrscheinlichkeit einer Lungenembolie
  • Diagnostik mit ausführlicher Besprechung der Bedeutung von D-Dimeren
  • Bildgebende Verfahren bei Verdacht auf Lungenembolie
  • Interaktive Kasuistiken: z. B.: "Das Economy Class Sydrom" - Risikofaktor Flugreisen
  • Fazit für die Praxis

Grafik: Kasuistik (II): Infiltrat ML + Randwinkelerguss
Grafik: Kasuistik (II): Wie hätten es Sie gemacht?
Autor des FORUM LUNGE Fortbildungsmoduls Verdacht auf Lungenembolie:
PD Dr. Kohlhäufl